zurück zu den Beiträgen

Runde oder anatomische Brustimplantate: Welche Form ist am besten?

Artikel 4. April 2017

Es ist eine allgemeine Sichtweise, dass einer von ihnen zu besseren Ergebnissen führt. Die Situation ist jedoch nicht so einfach – und das ist wichtig für alle, die sich für eine Brustvergrößerung interessieren.

Rund ist nicht „klassisch“!

Generell denken viele, dass tropfen-förmige anatomische Implantate eine neue Alternative zu den klassischen Runden bedeuten. Aber der erste Brustimplantat-Prototyp in der Welt war tropfen-förmig. Entworfen von zwei amerikanischen plastischen Chirurgen Thomas Cronin und Frank Gerow und hergestellt im Dow-Corning‘s Chemieunternehmen im Jahre 1961. Das erste Paar wurde im folgenden Jahr implantiert, gefolgt bis heute von etwa 40 Millionen Paaren.

Im hinteren Teil ihrer ersten Generation gab es Saugnäpfe aus Polyethylenterephthalat, um das Verrutschen zu verhindern. Plastische Chirurgen suchten nach Möglichkeiten, um die Befestigung zu sichern. Die zweite Generation aus den 1970er Jahren enthielt bereits eine Polyurethan-Abdeckung, die als gewebefreundliches Material das Risiko einer Kapselkontraktur und anderer Komplikationen deutlich reduzierte. Dies ermöglichte den Frauen, dass sie ihre Implantate jahrzehntelang tragen können. Allerdings stimmt diese Art von Polyurethan nicht der heutigen überein, da die Zusammensetzung des Materials weiter entwickelt und zur medizinischen Reinheit verfeinert wurde.

Verschiedene Formen

Nur in der dritten und vierten Generation der Brustimplantate in den 1980er Jahren erschien die runde Form. Diese Neuerungen beinhalteten eine doppelte Abdeckung, eine strukturierte Oberfläche, die die Gewebeadhäsion fördert, und das Konzept der salzhaltigen Füllung hinter der Silikonschicht, die heute wieder als Neuheit gilt. (Saline-basierte Implantate waren nur in den Vereinigten Staaten und nur für kurze Zeit beliebt). Von diesem Punkt an hatten plastische Chirurgen die Möglichkeit sich für Implantate mit verschiedenen Formen und Oberflächen zu entscheiden.

Das Gummibärchen-Implantat

Die fünfte Generation ist revolutionär, weil sie ein zusammenhängendes Silikongel enthält, das das Risiko von Leckagen fast auf null reduziert. Dieses Material, mit einem Laienauge, ist wirklich wie das Gelee der Gummibären. Sie sind seit Mitte der 1990er Jahre in den USA und Europa beliebt. Studien haben gezeigt, dass bei dieser Art von Implantaten das Risiko der Kapselkontraktur viel niedriger ist, als bei älteren Typen.

Die Rolle der Form

In unserer Klinik sind Qualität und Sicherheit am wichtigsten. Dr. Pataki arbeitet exklusiv mit Premium-Implantaten die über eine lebenslange Garantie verfügen. Diese Implantate zeigen keine Anzeichen von „Abnutzung“ oder „Ermüdung“ und müssen nur bei erheblichen Gewebeveränderungen ersetzt werden. Im Falle eines Herstellungsproblems trägt der Hersteller die Kosten für die Ersatzimplantate. (Das ist natürlich sehr selten: so sehr, dass es in unserer Klinik noch nie vorgekommen ist.)

Es gibt nicht nur zwei Formen von hochwertigen zusammenhängenden Silikongelimplantaten. Es gibt zum Beispiel ovale (vertikal oder horizontal ovale) neben der tränenförmigen und der runden Version. In jedem Fall helfen die anatomischen Eigenschaften und Wünsche des Patienten, zu entscheiden, welche die ideale Wahl ist. Natürlich erfordert dies erhebliche Erfahrung von dem plastischen Chirurgen, der nicht nur über das Implantat selbst, sondern auch über die Methode der Insertion und der Positionierung entscheidet. Jede anatomische Variation braucht eine einzigartige Lösung.

Eine ganz andere Wirkung kann mit einem subglandulären (wo das Implantat über der Brustmuskel positioniert wird),  und der sogenannten „Dual-plane“ -Technik erreicht werden, bei welchem das Implantat submuskulär eingesetzt wird. Auch die Dual-plane-Technik hat verschiedene Typen. Für einige Damen ist die sogenannte subfasziale Brustvergrößerung am besten geeignet.

Kulturelle Unterschiede

Das feminine Schönheitsideal – und das Brust-Ideal – bestimmt weitgehend, welche Implantate und chirurgische Techniken als die besten gelten. Zum Beispiel in den Vereinigten Staaten, sind runde Implantate mit glatter Oberfläche seit den 1980er Jahren mit der subglandulärer Technik sehr beliebt, da sie spektakuläre Baywatch-ähnliche Ergebnisse liefern. Eine solche Operation erfordert viel weniger Zeit und Fachwissen seitens des Arztes, und der Patient kann eine etwas schnellere Erholung genießen. Der Nachteil ist, dass ein Implantaustausch wegen des Absackens viel häufiger vorkommt.

Sorgfältig platzierte anatomische Implantate unter dem Muskel können bis zur doppelten Dauerhaftigkeit verfügen, jedoch mit dem richtigen Taschenentwurf und der treffenden Wahl der Oberfläche des Implantats können sie dauerhafte Ergebnisse liefern, und auch die Schwangerschaft und Geburt gut vertragen. Dr. Pataki hat viele Foto-dokumentierte Patienten, die in den ersten fünf Jahren nach der Brustvergrößerung zwei Kinder zur Welt gebracht haben: Sie stillen ihre Babys und ihre Brüste sehen immer noch perfekt aus. Das wäre unvorstellbar mit einem runden Implantat, das über den Muskel platziert wurde.

Fazit: Was ist das Beste?

Im Allgemeinen wird jeder Patient, der eine Brustvergrößerung wünscht, als ein einzigartiger Fall mit ihren eigenen anatomischen Eigenschaften und Bedürfnissen betrachtet. Dementsprechend gibt es kein „allgemeines Rezept“ für perfekte Brüste. Für einige Frauen bieten runde oder ovale Implantate die schönsten Ergebnisse, dennoch verwenden wir in unserer Klinik die anatomisch geformten Sorten am häufigsten.

Der Grund für die Popularität der Tränenform ist, dass sie in der Regel den natürlichsten Gesamteffekt schaffen. Dr. Pataki fand auch, dass unter einer gewissen Gewebe dicke -das ist etwa 2 bis 2,5 Zentimeter – es Wert ist, anatomische Implantate zu verwenden, die höher platziert werden können und ein schöneres Dekolleté liefern. Implantatgrößen variieren in drei Dimensionen. Die anatomischen Implantate, die zusammenhängendes Silikongel enthalten, sorgen für eine feste Unterstützung für die Gewebe trotz der Schwerkraft und halten die eigenen Fasern der Brust gegen das Absacken, was offensichtlich eine „intelligente“ BH-Verwendung ergänzt.

Die erste Kritik an der Tropfenform ist zum Beispiel, dass sie ein höheres Risiko der Verschiebung und Rotation haben. Diese Art von Bemängelung hat im Wesentlichen ihre Rechtfertigung mit den Fortschritten in der Fertigung und der chirurgischen Technik verloren. So kann der plastische Chirurg auf der Grundlage ästhetischer Aspekte auswerten, welche die beste Wahl für den gegebenen Patienten ist.

(PG, SAV)


Brustchirurgie Info

Komplexe Informationsseite mit einer Beschreibung der Brustchirurgie, ein einzigartiges Glossar - eine Erläuterung der wichtigsten Begriffe - und eine Sammlung des wesentlichen Wissens über die Vor- und Nachsorge.


Abonnieren Sie die neuesten Beiträge

Thanks for subscribing!

 Do NOT follow this link or you will be banned from the site!